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In diesem Post möchte ich die Erfahrung meiner ersten Ayahuasca Ceremony mit dir teilen. Ich werde nicht auf grundsätzliche Infos bezüglich Psychedelika etc. eingehen. Dafür gibt es Google ;). Kleiner Disclaimer: In Brasilien ist Ayahuasca absolut legal. 

Heute-  zwei Tage nach dieser Nacht bin ich mir nicht mehr sicher, ob man „sowas“ teilen sollte, doch ich erhielt den klaren Call dies zu tun.

Ayahuasca

Nach Einbruch der Dunkelheit begann die Ceremony. Wir übten Yoga um uns zu grounden und unser System einzustimmen. Dann wird gesmudged- geräuchert um uns und den Space zu clearen. Bevor man Plant Medicine nimmt, wird eine Intention gesetzt und um Guidence gebeten. 

Nachdem ich die Medizin trank hatte ich relativ schnell das Bedürfnis mich hinzulegen.

 

The WORK begins. 

 

Wir hörten ein Recording einer Ceremony des indigenous Tribes Yawanawa. Die ersten 3 Stunden waren Prayer – für mich purer Struggle. Die Medizin arbeitete und ich fühlte mich sehr unwohl. Mir war heiß, meine Haut juckte, ich wollte „weg“.
Diverse Gefühle, die wir als nicht wünschenswert deklarieren würden, kamen an die Oberfläche. Neben meinen eigenen Themen fühlte ich ganz stark den kollektiven Schmerz der Welt. Ich habe viel geweint. Zugelassen. Surrenderd. 

„Normalerweise“ kommt dann irgendwann der Purge- man übergibt sich und released damit diese Energien. Ich musste mich nicht übergeben.

 

Ayahuasca – in order to see the light you have to embrace darkness

 

In dem Moment als dann die Instrumente zum Gesang einsetzen, war für mich die BEFREIUNG. Ich ließ alles los und sah meinen physischen Körper sich auflösen. Alle Teile, die ich nicht mehr brauchte wurden vom Wind davon getragen. Ich war FREI. 

Die Limitierung meines physischen Körpers war aufgehoben. Der Himmel ging „auf“. Alle Begrenzungen waren weg, ich wurde EINS mit der Vibration des Universums. 

Jegliches Gefühl von Unwohlsein wich purer Glückseligkeit. Ich fühlte mich unendlich geliebt und beschützt. Ich bekam Botschaften / Erkenntnisse, die die Kapazität meines Verstandes überschreiten. Es gibt keine Worte für diese Erfahrung. 

Ich sah mich in der Zukunft mein Dharma, meine Bestimmung leben. Ich musste weinen vor Freude, Dankbarkeit und Glück. Ich verstand ALLES. 

Das mag sich jetzt krass anhören, aber ich hatte von da an ein mehrstündiges Gespräch mit GOTT. Gott sprach durch mich mit mir. Ich war ein Channel für Erkenntnis. 

Es war ein sternklarer Himmel. Ich war eins mit dem Himmel. Mir wurden alle Fragen beantwortet. Genau genommen gab es keine Fragen, es gab nur Antworten. Vor mir entfaltete sich der göttliche Masterplan. 

Die Auflistung der Erkenntnisse würde hier den Rahmen sprengen, aber ich werde sie immer mal wieder auf Instagram teilen.

 

I am EVERYTHING and NOTHING

Nachdem ich „genug“ Botschaften bekommen habe, hatte ich das Bedürfnis zu tanzen. Ich war der Himmel, das Meer, die Musik, der Raum, die Mutter, reines Bewusstsein. Es gab keine Trennung. ALL EINS SEIN. Ich war ALLES und NICHTS. Ich war Gott. Ich bin Gott. Du bist Gott. Du bist, weil ich bin. Aus meinem Herz fließt unendliche Liebe. Ich bin die Quelle, der Ursprung. ICH BIN LIEBE. Ich fühlte den Aufstieg in eine neue Dimension. 

Und dann ging mein Dialog mit Gott weiter, dieses mal laut- was man nicht wirklich machen sollte während einer Ceremony, doch ich hatte das Glück in einem Rahmen zu sein, wo es ok war. Mit dem lauten Aussprechen der Botschaften fühlte sich das ganze noch kraftvoller an. Mir wurde klar, dass der einzige Grund, warum wir eine Stimme haben, ist, dass wir unsere Message spreaden.

 

Ayahuasca – Fazit

In dieser Nacht wurde eine Suche beendet, von der ich gar nicht wusste, dass es sie gab. Für mich war diese Nacht lebensverändernd. Um zu beschreiben was Ayahuasca macht: Meinem Empfinden nach wird der Verstand zur Seite geschoben und Platz für unsere wahre, göttliche Natur, unsere Seele, Atman, Purusha, gemacht. Man muss zuerst durch die Dunkelheit gehen, was sich wie der Geburtskanal anfühlt, um dann das Licht zu erblicken. Der einzige Grund, warum Polarität überhaupt existiert: In der Dunkelheit wird das Licht geboren. 

Plant Medicine wird auch genutzt um körperliche Themen zu heilen. Ich hatte vor dieser Nacht ein Problem mit meiner Schulter und durch falsches Essen ein kleines Magen-Darm-Thema. Nachdem der Struggle während der Prayer beendet war und ich alles los ließ, ging auch jegliches Gefühl von körperlichen Unwohlsein weg- und kam nicht wieder!

Für mich öffnete sich in dieser Nacht eine Tür, von deren Existenz ich nichts wusste. Das Ziel von Yoga- von jeder spirituellen Praxis, genabgenommen unserer Inkarnation ist: Selbsterkenntnis. Sich seiner eigenen Göttlichkeit zu erinnern und die Getrenntheit als Illusion zu erkennen – Maya. Ich habe Samadhi gefühlt. Nirwana. Was ich in dieser Nacht erlebte war REAL. Viel realer als die Welt, die ich gerade erlebe, während ich diesen Text tippe- in der Welt, die der Verstand regiert. Und diese Tür ging für mich nicht zu, sobald die Wirkung der Medizin nachließ. Im Zustand von Meditation, Traum oder wenn Musik durch mich fließt, habe ich Zugang zu diesem „Ort“. 

Ayahuasca zeigt, was immer da war. Wir können diese Dinge nur nicht sehen, weil wir mit den Filtern unserer Konditionierungen auf die Welt blicken. 

Dies ist keine stumpfe Empfehlung Plant Medicine zu nehmen. Dieses Thema kam immer wieder bei mir auf, doch ich wartete, bis ich den klaren Call bekam. Psychedelika sollten meiner Meinung nach auch nicht als Spiritual Bypassing bzw. Abkürzung „missbraucht“ werden. Die Arbeit muss auch abseits dieser Journeys getan werden- im Alltag. 

Namaste. The divine in me recognizes the divine in you. 

Ayahuasca

 

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