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Erfahrungen einer Stewardess
Heute: Bereitschaftsdienst

 

Wenn ich eine Sache nennen müsste, die ich an meinem Beruf nicht gern mag, ist es der Bereitschaftsdienst.

Warum? 
Man kann sein Leben nicht planen und weiß nicht, auf welchem Kontinent man morgen ins Bett geht.

Es gab vor fast einem Jahr eine für mich bahnbrechende Änderung:
Die Dienste wurden in Schichten eingeteilt.
Früher war ein Standby-Dienst von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr!
Das heißt in meinem Fall (Ich schaffe es nicht innerhalb einer Stunde am Flughafen zu stehen): 18 h auf der Basis zu sitzen und auf einen erlösenden Anruf zu warten, der oft nicht kam und somit begann das Spiel am nächsten Morgen um 5 Uhr erneut.

 

Nun haben wir drei Schichten und somit ist das Ganze erträglich.

 

Warum gibt es Bereitschaftsdienst?

Weil, nicht wie im Büro die Arbeit liegen bleibt, oder jemand anders übernimmt, sondern der Flieger nicht abhebt, wenn die Minimum-Besatzung nicht verfügbar ist.
In unsrem Job kann man auch nicht arbeiten, wenn der Hals leicht zwickt- jeder der schon mal krank geflogen ist, weiß wovon ich spreche.
Fliegen ist anstrengend für den Körper.
Wenn man nicht ganz fit ist, bleibt man allen Beteiligten zu Liebe besser zu Hause.

 

Wie oft habe ich Bereitschaft?

Das kommt darauf an, ob man Vollzeit fliegt, ob man Standby (Karenzzeit: 1h), Reserve (Karenzzeit: 12h) oder eine Mischung wählt.
Mittlerweile können wir zum Glück wählen, welche Art und Länge von „Line“ wir wollen.
Jede bringt unterschiedliche Punkte, die es heißt am Ende des Jahres voll zu haben.

 

Ich wähle am Liebsten Reserve, da ich dann nicht am Flughafen sitzen muss.
Da dies jedoch die wenigsten Punkte bringt, mache ich fast jeden zweiten Monat Rufbereitschaft!

 

Das Alles hört sich schlimmer an, als es ist.
Aber man muss sich immer vor Augen führen:
Es gibt kein „schlechtes“ Ziel- ich bin kein China-Fan, aber auch die paar Tage dort kann man überleben und vielleicht entdeckt man ja doch noch was Tolles daran.

 

Hier erfährst du, ob das Stewardess-Leben und Familie zusammenpassen.

 

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